Antike Zivilisationen Turkmenistans in den Kapitolinischen Museen

25 Oktober - 12 April 2026

Ein umfassendes Ausstellungsprojekt, das der jahrtausendealten Geschichte Zentralasiens gewidmet ist. Anhand archäologischer Funde von außergewöhnlichem Wert macht die Ausstellung die zentrale Rolle Turkmenistans als Schnittpunkt von Zivilisationen zwischen der iranischen Welt, der eurasischen Steppe und dem Mittelmeerraum sichtbar und bietet dem römischen Publikum eine seltene Gelegenheit, wenig bekannte Kulturen kennenzulernen.

Kapitolinische Museen – Palazzo dei Conservatori, Piazza del Campidoglio 1

Prunkaxt aus Turkmenistan, 2. Jahrhundert v. Chr.
Prunkaxt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Staatliches Museum des Staatlichen Kulturzentrums Turkmenistans.

Zwischen dem Kaspischen Meer, den Wüstenoasen und den großen Verkehrswegen Zentralasiens stellte das Gebiet des heutigen Turkmenistans seit prähistorischer Zeit einen strategischen Knotenpunkt kultureller, wirtschaftlicher und politischer Interaktionen dar. Die Ausstellung, die in den Räumen des Palazzo dei Conservatori gezeigt wird, verfolgt das Ziel, diese lange historische Entwicklung durch einen streng archäologischen Ansatz zu rekonstruieren, der auf der Analyse von Kontexten, materiellen Kulturen und langfristigen Dynamiken beruht.

In diesem Sinne versteht sich die Ausstellung als kritisches Instrument, das etablierte historiografische Kategorien wie Zentrum und Peripherie hinterfragt und die aktive Rolle Zentralasiens bei der Formierung der antiken Welt hervorhebt. Die Gestaltung begünstigt eine klare und schrittweise Lektüre und lässt Raum für Reflexion sowie für den Dialog zwischen archäologischen Daten und historischen Interpretationen.

Das Thema der Ausstellung: die Zivilisationen Zentralasiens

Die Ausstellung bietet eine differenzierte Neubewertung der Kulturen, die sich in Zentralasien zwischen dem 3. Jahrtausend v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. entwickelten, und hebt die Rolle Turkmenistans als eigenständigen Entstehungsraum komplexer politischer, wirtschaftlicher und symbolischer Systeme hervor. Anhand einer Auswahl von über einhundertfünfzig archäologischen Funden vermittelt das Ausstellungsprojekt die historische Tiefe eines Gebietes, das ein Kreuzungspunkt von Austausch, technologischen Innovationen und vielschichtigen kulturellen Traditionen war.

Der interpretative Leitfaden der Ausstellung basiert auf der Rekonstruktion langfristiger Prozesse, die zur Entstehung stabiler Gemeinschaften, zur Entwicklung urbaner Zentren und zur Bildung staatlicher Strukturen führten, und zeigt, dass Zentralasien keine kulturelle Peripherie darstellt, sondern einen aktiven Raum historischer Gestaltung. In diesem Sinne lädt die Ausstellung dazu ein, eurozentrische Lesarten zu überwinden und eine polyzentrische Sicht auf die antike Welt einzunehmen.

Die protohistorische Margiana und die Gesellschaften der Bronzezeit

Ein umfangreicher thematischer Schwerpunkt ist der protohistorischen Margiana gewidmet, einem zentralen Gebiet des sogenannten archäologischen Murghab-Komplexes, der zwischen dem 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. florierte. Funde aus Fundstätten wie Gonur Depe belegen die Existenz hochentwickelter agrarischer Gesellschaften, die in der Lage waren, komplexe Bewässerungssysteme in einem von starker Aridität geprägten Umfeld zu organisieren.

Die materielle Kultur dieser Gemeinschaften zeugt von einem hohen Grad handwerklicher Spezialisierung. Gezeigt werden fein verzierte Keramikgefäße, Metallwerkzeuge, Siegel mit zoomorphen und anthropomorphen Darstellungen sowie persönliche Schmuckobjekte wie Halsketten aus Gold und Halbedelsteinen, die von weitreichenden Austauschnetzwerken zeugen, welche die Margiana mit dem iranischen Hochland, dem Industal und den mesopotamischen Regionen verbanden.

Von besonderer Bedeutung sind die mit dem rituellen Bereich verbundenen Materialien: Terrakottafiguren, Altäre und Votivobjekte weisen auf das Vorhandensein strukturierter religiöser Praktiken hin, die mit dem Kult natürlicher Elemente und der Sakralisierung des Raumes verknüpft waren. Diese Funde ermöglichen die Rekonstruktion eines komplexen Symbolsystems, in dem Rituale eine zentrale Rolle für den sozialen Zusammenhalt und die Legitimation der Eliten spielten.

Nisa und das kulturelle Erbe Parthiens

Einen der bedeutendsten Höhepunkte des Ausstellungsrundgangs bildet der Abschnitt, der Nisa, der antiken zeremoniellen Hauptstadt des Partherreiches zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr., gewidmet ist. Die aus Nisa-Mithradatkert stammenden Materialien bieten ein außergewöhnliches Zeugnis der arsakidischen Kultur und ihrer hochentwickelten künstlerischen Sprache.

Zu den emblematischsten Objekten zählen die berühmten Rhyta aus Elfenbein, fein verziert mit mythologischen Szenen und figurativen Motiven hellenistischer Herkunft, sowie Köpfe aus ungebranntem Ton, die Herrscher, Würdenträger und Krieger darstellen. Diese Werke offenbaren eine gekonnte Integration griechischer, iranischer und lokaler Modelle und formen eine eigenständige imperiale Ästhetik.

Die Präsenz von Marmorstatuen, architektonischen Elementen und Prestigeobjekten unterstreicht die Rolle Nisas als politisches und symbolisches Zentrum, Sitz eines Hofes, der die Kunst bewusst als Instrument der Machtrepräsentation einsetzte. In diesem Abschnitt zeigt die Ausstellung, wie das hellenistische Erbe nicht einfach übernommen, sondern im Dienst einer eigenständigen kulturellen Identität neu interpretiert wurde.

Von den ersten agrarischen Gemeinschaften zur Herausbildung komplexer Gesellschaften

Die einleitenden Abschnitte des Rundgangs sind den frühesten Besiedlungsphasen des Gebietes gewidmet, die durch Funde dokumentiert sind, welche den Übergang von auf Jagd und Sammeln basierenden Subsistenzökonomien zu strukturierten agrarischen Systemen belegen. Archaische Keramiken, lithische Werkzeuge und architektonische Überreste veranschaulichen Prozesse der Sesshaftwerdung und die Entstehung stabiler Gemeinschaften.

Die Analyse neolithischer und chalkolithischer Kulturen ermöglicht es zu verstehen, wie Zentralasien aktiv an der sogenannten „neolithischen Revolution“ teilnahm und spezifische Anpassungslösungen in Bezug auf eine komplexe natürliche Umwelt entwickelte. Diese frühen Gemeinschaften legten die Grundlagen für die spätere Herausbildung hierarchischer Gesellschaften und proto-urbaner Zentren.

Der Ausstellungsrundgang

Das Ausstellungsprojekt ist das Ergebnis einer internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, an der Museen, Universitäten und archäologische Missionen beteiligt sind, die seit mehreren Jahrzehnten in Zentralasien tätig sind. Die gezeigten Materialien stammen aus einigen der wichtigsten Fundstätten Turkmenistans, darunter Nisa, Gonur Depe und Merv, und umfassen einen chronologischen Zeitraum vom Neolithikum bis zur Spätantike. Ziel ist es nicht nur, eine Abfolge von Kulturen zu dokumentieren, sondern die Komplexität der historischen Prozesse zu vermitteln, die dieses Gebiet geprägt haben.

Der Rundgang ist als kohärente und progressive historische Erzählung konzipiert, die die Besucher durch die zentralen Entwicklungsphasen der Zivilisationen Turkmenistans führt. Die Gestaltung bevorzugt einen wissenschaftlichen Ansatz, der die Bedeutung des archäologischen Kontextes sowie die Beziehung zwischen Materialien, Räumen und Funktionen in den Mittelpunkt stellt.

Die kuratorische Entscheidung vermeidet eine bloß chronologische Abfolge von Objekten und setzt stattdessen auf thematische Schwerpunkte, die es erlauben, kulturelle und soziale Transformationsprozesse nachzuvollziehen. Jeder Abschnitt ist so gestaltet, dass er eine vielschichtige Lektüre ermöglicht, in der materieller Befund und historische Interpretation miteinander in Dialog treten.

Archäologische Funde und die Konstruktion des Kontextes

Ein prägendes Element des Rundgangs ist die Aufmerksamkeit für den Fundkontext der Objekte. Artefakte, Strukturen und Materialien werden als Bestandteile komplexer Systeme präsentiert, deren Bedeutung sich erst durch stratigrafische und vergleichende Analyse erschließt.

Dieser Ansatz ermöglicht es, eine rein ästhetische Betrachtung zu überwinden und dem Fund seinen dokumentarischen Wert zurückzugeben. Die Besucher sind somit eingeladen, Archäologie als historische Disziplin zu begreifen, die auf der kritischen Interpretation materieller Evidenzen beruht.

Prestigeobjekte, handwerkliche Produktion und Alltagsleben

Die gleichzeitige Präsentation von Luxusgütern und Alltagsgegenständen erlaubt es, die wirtschaftlichen und sozialen Dynamiken antiker Gemeinschaften zu rekonstruieren. Schmuck, Siegel, feine Keramiken und Metallobjekte treten in Dialog mit landwirtschaftlichen und häuslichen Werkzeugen und verdeutlichen die Komplexität der Produktionsstrukturen.

Dieser Abschnitt beleuchtet das Verhältnis zwischen Eliten und Gemeinschaften und zeigt, wie die Kontrolle über Ressourcen und handwerkliche Produktion ein zentrales Element der Machtausübung darstellte.

Architektur, urbaner Raum und sakrale Landschaft

Der Rundgang widmet der architektonischen Dimension breiten Raum, anhand von Rekonstruktionsmodellen, Grundrissen und originalen Fragmenten. Monumentale Strukturen – Tempel, Paläste und Befestigungen – werden als Schlüsselelemente für die Definition urbaner und symbolischer Identität präsentiert.

Rituale, Kulte und Ideologie

Altäre, Votivobjekte und rituelle Installationen ermöglichen die Untersuchung religiöser Praktiken und ihrer Rolle für den sozialen Zusammenhalt. Die Ausstellung verdeutlicht, wie das Sakrale ein grundlegendes Instrument zur Organisation des Raumes und zur Legitimation politischer Macht darstellte.

Aus dieser Perspektive vermittelt der Ausstellungsrundgang ein integriertes Bild der Zivilisationen Turkmenistans, in dem Wirtschaft, Religion und Politik eng miteinander verflochten erscheinen.

Archäologische Forschung und wissenschaftliche Kooperation

Einer der tragenden Pfeiler der Ausstellung Antike Zivilisationen Turkmenistans ist die Würdigung der wissenschaftlichen Arbeit, die es im Verlauf von mehr als einem Jahrhundert ermöglicht hat, das archäologische Erbe Zentralasiens freizulegen, zu dokumentieren und zu interpretieren. Die Ausstellung versteht sich nicht nur als Präsentation von Funden, sondern als kritische Darstellung einer Forschungsgeschichte, die durch die schrittweise Verfeinerung der Methoden und die Intensivierung internationaler Zusammenarbeit geprägt ist.

Das Ausstellungsprojekt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen turkmenischen Museums- und Forschungseinrichtungen sowie italienischen und europäischen Kulturinstitutionen und folgt der Vorstellung von Kulturerhalt als gemeinsamer Verantwortung. In diesem Rahmen besitzt die Ausstellung auch einen diplomatischen und kulturellen Wert, da sie den Dialog zwischen unterschiedlichen Forschungstraditionen fördert und einen bewussten Austausch archäologischen Wissens unterstützt.

Die Geschichte der archäologischen Forschungen in Turkmenistan

Der Abschnitt zur Forschungsgeschichte zeichnet die wichtigsten Etappen der Archäologie in Turkmenistan nach, von den ersten Erkundungen am Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den heutigen multidisziplinären Missionen. Anhand von Archivfotografien, Grabungsdokumenten und Originalmaterialien wird deutlich, dass das Wissen über die zentralasiatischen Zivilisationen das Ergebnis eines langen und vielschichtigen Prozesses ist.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Ausgrabungen bedeutender Fundstätten wie Nisa, Gonur Depe und Merv, die das Verständnis der kulturellen und politischen Dynamiken der Region grundlegend verändert haben. Die dort durchgeführten Untersuchungen ermöglichten die Identifikation komplexer urbaner Anlagen, Verteidigungssysteme, zeremonieller Räume und Nekropolen und vermittelten das Bild hochstrukturierter Gesellschaften.

Die Ausstellung zeigt, wie frühe, oft von eurozentrischen historiografischen Modellen geprägte Interpretationen schrittweise durch neue Daten und eine stärkere Berücksichtigung lokaler Kontexte überwunden wurden. Dieser Prozess kritischer Revision wird als integraler Bestandteil der archäologischen Methode dargestellt.

Methodik, Interdisziplinarität und neue Technologien

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Entwicklung der Grabungs- und Analysemethoden. Die Ausstellung dokumentiert den Übergang von einer überwiegend deskriptiven Archäologie zu einem interdisziplinären Ansatz, der Archäometrie, paläoökologische Studien, anthropologische Analysen und digitale Rekonstruktionen integriert.

Durch erklärende Tafeln und Begleitmaterialien werden die Besucher mit den wichtigsten Werkzeugen der zeitgenössischen Forschung vertraut gemacht: von der Stratigrafie über die radiometrische Datierung bis hin zur Analyse botanischer und faunistischer Reste und zur Rekonstruktion antiker Landschaften. Dieses didaktische Instrumentarium trägt dazu bei, den interpretativen Prozess transparent zu machen und den wissenschaftlichen – und nicht bloß illustrativen – Charakter der Archäologie zu betonen.

Die Ausgrabung als interpretativer Akt

Die Ausstellung betont das Konzept der archäologischen Ausgrabung als irreversiblen und interpretativen Akt, bei dem jede methodische Entscheidung die Lesart der Vergangenheit beeinflusst. In diesem Sinne schult der Rundgang eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Fund, nicht als isoliertes Objekt, sondern als Element innerhalb eines komplexen Netzes räumlicher, zeitlicher und kultureller Beziehungen.

Internationale Kooperation und Schutz des Kulturerbes

In voller Übereinstimmung mit der offiziellen Pressemitteilung legt die Ausstellung den Schwerpunkt auf die Rolle internationaler Kooperation beim Schutz und bei der Aufwertung des archäologischen Erbes Turkmenistans. Die von turkmenischen Institutionen gewährten Leihgaben stellen einen Akt der Offenheit und des Vertrauens dar, der auf langfristigen wissenschaftlichen und kulturellen Vereinbarungen beruht.

Das Ausstellungsprojekt wird als Ergebnis eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Forschern, Kuratoren und Restauratoren präsentiert, der auf die Gewährleistung der sachgerechten Erhaltung der Materialien und ihrer historischen Kontextualisierung abzielt. Die Zusammenarbeit zwischen Museen wird so zu einem vorbildlichen Modell des Kulturerbemanagements, das auf dem Respekt vor den Provenienzen und dem Austausch von Fachwissen basiert.

Das Museum als Ort kultureller Vermittlung

Innerhalb der Kapitolinischen Museen erhält die Ausstellung die Bedeutung einer Plattform kultureller Vermittlung, auf der das archäologische Erbe zu einem Instrument gegenseitigen Verständnisses wird. Die Ausstellung beschränkt sich nicht darauf, eine „andere“ Geschichte zu präsentieren, sondern lädt dazu ein, über die tiefen Verbindungen zwischen Zentralasien und dem Mittelmeerraum nachzudenken und Kontinuitäten, Austauschprozesse und gegenseitige Einflüsse hervorzuheben.

Aus dieser Perspektive wird archäologische Forschung nicht als abgeschlossene Disziplin verstanden, sondern als offene Praxis, die Dialog erzeugen und zur Konstruktion eines gemeinsamen historischen Gedächtnisses beitragen kann.

Ausgrabungen und die Konstruktion historischen Wissens

Archivfotografien, Grabungstagebücher und wissenschaftliche Dokumentationen veranschaulichen die Feldarbeit und die schrittweise Verfeinerung historischer Interpretationen. Die Ausstellung unterstreicht, dass das Wissen über die Vergangenheit das Ergebnis eines sich stetig weiterentwickelnden Prozesses ist, der für Revisionen und neue Lesarten offen bleibt.

Die Zusammenarbeit zwischen Museen und Institutionen

Das Ausstellungsprojekt stellt ein bedeutendes Beispiel internationaler kultureller Zusammenarbeit dar, die auf den Schutz und die Aufwertung des archäologischen Erbes abzielt. Der Dialog zwischen den Institutionen ermöglicht es, dem Publikum Materialien zu präsentieren, die außerhalb ihrer Herkunftsländer nur selten zu sehen sind.

Das wissenschaftliche Projekt und die Kuratierung

Die Ausstellung basiert auf einem komplexen institutionellen und wissenschaftlichen Projekt, das ihr hohes kulturelles Profil und ihre methodische Solidität gewährleistet. Gefördert von Roma Capitale über das Kulturdezernat und die Kapitolinische Denkmalpflege fügt sich die Ausstellung vollständig in die öffentlichen Strategien zur Aufwertung des kulturellen Erbes und in die internationale Ausrichtung der Kapitolinischen Museen ein.

Die Beteiligung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit verortet die Ausstellung in einem breiteren Rahmen kultureller Beziehungen zwischen Italien und Turkmenistan. In diesem Kontext gewährleistet die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kultur Turkmenistans die wissenschaftliche Legitimität der Leihgaben und den uneingeschränkten Respekt für die Herkunftskontexte der ausgestellten Materialien.

Einen wesentlichen Beitrag leisten die beteiligten Forschungseinrichtungen, darunter ISMEO, das CRAST in Turin und die Universität Turin, die seit Jahren in Zentralasien durch archäologische Missionen, interdisziplinäre Studien und wissenschaftliche Kooperationsprojekte tätig sind.

Die Kuratierung, die Claudio Parisi Presicce, Barbara Cerasetti, Carlo Lippolis und Mukhametdurdy Mamedov anvertraut ist, spiegelt einen kollegialen und internationalen Ansatz wider. Die musealen und archäologischen Kompetenzen der Kuratoren ermöglichen es, wissenschaftliche Strenge, Klarheit der Darstellung und Aufmerksamkeit für den historischen und symbolischen Wert der Funde miteinander zu verbinden.

Warum die Ausstellung besuchen

Die Ausstellung bietet eine seltene Gelegenheit, sich mit einer komplexen und vielschichtigen Geschichte auseinanderzusetzen, die der breiten Öffentlichkeit bislang wenig bekannt ist. Die wissenschaftliche Qualität des Projekts und der Reichtum der ausgestellten Materialien machen die Ausstellung zu einem bedeutenden Ereignis im römischen Kulturkalender.

Antike Geschichte aus vergleichender Perspektive neu denken

Ein Besuch der Ausstellung bedeutet, den Blick auf die Geschichte der antiken Welt zu erweitern und die zentrale Rolle Zentralasiens in den Prozessen der Zivilisationsbildung anzuerkennen. Die Ausstellung lädt dazu ein, eine eurozentrische Perspektive zu überwinden und eine inklusivere und differenziertere Lesart der Vergangenheit zu entwickeln.

Meta:
Die Ausstellung rekonstruiert die jahrtausendealte Geschichte Zentralasiens anhand archäologischer Funde, historischer Ausgrabungen und eines wissenschaftlich anspruchsvollen Rundgangs.

Excerpt:
In den Kapitolinischen Museen eine große archäologische Ausstellung zu den antiken Zivilisationen Turkmenistans. Eine Reise zwischen Zentralasien und dem Mittelmeerraum, die anhand außergewöhnlicher Funde die Geschichte eines für die Herausbildung eurasischer Kulturen zentralen Gebietes rekonstruiert.

Caption:
Zeremonialaxt aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.
State Museum of the State Cultural Centre of Turkmenistan“
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