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	<title>Denkmäler &#8211; ArcheoRoma</title>
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	<description>Rom Tourismus Info: Denkmäler, Touren und Tickets</description>
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		<title>Kuppel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ArcheoRoma-Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 14:25:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Kuppel des Petersdoms ist eines der Meisterwerke der Renaissance – ein imposantes Symbol des Glaubens und der architektonischen Genialität, das das Stadtbild Roms prägt.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Kuppel des Petersdoms</strong> bildet das Dach über dem Kreuzungsbereich (Vierung) des <strong>Petersdoms</strong> und gilt als eines der höchsten Beispiele für architektonische Innovation und künstlerisches Können in der Renaissance- und Barockarchitektur. Mit einem Innendurchmesser von etwa 42 Metern und einer Gesamthöhe von mehr als 130 Metern – vom Sockel bis zur Spitze der Laterne – ist die Kuppel, im Volksmund als „Cupolone“ bekannt, nicht nur ein technisches Bauwerk, sondern auch ein universelles Symbol für Glauben und Macht.</p>
<div class="highlight"></p>
<p>Heutzutage kann man die Kuppel besichtigen und dabei einen außergewöhnlichen Blick auf den Petersplatz und Rom genießen. Für den Ticketkauf besuchen Sie bitte den entsprechenden Bereich auf der Website.</p>
<p></div>
<h2>Geschichte der Kuppel von St. Peter</h2>
<p>Die Entwicklung der Kuppel von St. Peter stellt eines der faszinierendsten und komplexesten Kapitel der Geschichte der westlichen Architektur dar. Dieses architektonische Element, das das Profil der vatikanischen Basilika prägt, ist das Ergebnis eines langen Planungs-, Überarbeitungs- und Innovationsprozesses, an dem große Geister der Renaissance und des frühen Barocks beteiligt waren. Von Bramantes ersten Entwürfen, die einen griechischen Kreuzgrundriss mit einer zentralen Kuppel und kleineren Nebendomes vorsahen, über Michelangelos bahnbrechende Idee einer Doppelschale zur Verringerung des Gewichts und zur Verbesserung der Stabilität, ist die Geschichte der Kuppel von ständigen Veränderungen gekennzeichnet. Nach dem Tod Michelangelos ging die Bauleitung an Giacomo della Porta über, der die getroffenen Entscheidungen konsolidierte und perfektionierte und dank technischer Innovationen sowie struktureller Lösungen die Vollendung dieses großen Bauwerks ermöglichte.</p>
<h3>Der neue Entwurf für den Petersdom</h3>
<p>Im Jahr 1506 veranlasste <strong>Papst Julius II.</strong> della Rovere (Albisola, 1443 – Rom, 1513) den Wiederaufbau des Petersdoms, der aus seiner Sicht nicht mehr dem alten konstantinischen Glanz entsprach und sich in einem schlechten Zustand befand. In diesem Klima der Erneuerung beauftragte er Donato Bramante mit einem revolutionären Entwurf für einen Sakralbau, der die neu entfachte geistige und künstlerische Kraft jener Epoche widerspiegeln sollte.</p>
<h4>Die Idee der Kuppel in Bramantes Projekt</h4>
<p>In Bramantes ursprünglichem Entwurf war die Kuppel als zentrales Element konzipiert, über dem Grab des Apostels Petrus und in einer griechischen Kreuzanlage angeordnet <em><sup class='footnote'><a href='#marker-4743-1' id='markerref-4743-1' onclick='return footnotation_show(4743)'>1</a></sup></em>. Darüber hinaus sah das Projekt vier kleinere Kuppeln vor, die das Ensemble komplettierten.</p>
<p>Allerdings führten religiöse Erfordernisse – etwa die Lage des Apostelgrabes oder die Respektierung der heiligen Bereiche des alten Baus – dazu, dass diese erste Konfiguration abgelehnt wurde. Zwar diente Bramantes Vision als Ausgangspunkt, doch liturgische und symbolische Vorgaben erforderten eine neue Ausrichtung des ursprünglichen Konzepts, sodass die Kuppel in einer zweckmäßigeren Form neu gedacht werden musste, die dem heiligen Ort gerecht wurde.</p>
<p>Bramante entwarf einen zweiten Plan <em><sup class='footnote'><a href='#marker-4743-2' id='markerref-4743-2' onclick='return footnotation_show(4743)'>2</a></sup></em>, der eine längsorientierte Anlage vorsah, deren Querhaus von einer Kuppel bemerkenswerter Größe überspannt werden sollte, mit Proportionen, die Bramante dem von ihm 1502 gestalteten Tempietto in San Pietro in Montorio auf dem Gianicolo nachempfand.</p>
<h3>Die Michelangelische Phase und die Vision der Doppelschale</h3>
<h4>Michelangelos Eintritt in die Baustelle</h4>
<p>1547, nach Jahrzehnten mit verschiedenen Gegenentwürfen und Überarbeitungen, wurde Michelangelo Buonarroti mit der Leitung des Baus von St. Peter betraut. Obwohl er eine Baustelle vorfand, die von jahrzehntelangen Arbeiten – insbesondere von Antonio da Sangallo dem Jüngeren und anderen – geprägt war, nutzte Michelangelo die Gelegenheit, das Projekt neu zu ordnen und eine Architektur zu schaffen, die über Jahrhunderte hinweg Bestand haben sollte.</p>
<h4>Die Vision des Doppelschalenmodells</h4>
<p>Zu den bedeutendsten Neuerungen, die Michelangelo einführte, gehörte die Idee der Kuppel mit zwei Schalen. Obwohl er kein endgültiges Gesamtprojekt hinterließ – er zog es vor, schrittweise vorzugehen und zahlreiche Modellentwürfe in Ton und Holz anzufertigen –, war sein Beitrag für das spätere Erscheinungsbild der Kuppel entscheidend.</p>
<p>Michelangelos Entwurf enthielt eine innere Tragschale (die innere Kuppel mit einer Stärke von etwa 2 Metern) und eine dünnere äußere Schale (rund 1 Meter), die als Wetterschutz diente. Inspiriert unter anderem von den Techniken der Domkuppel von Florenz, verfolgte man damit das Ziel, das Gesamtgewicht zu verringern und eine ausgewogene Lastverteilung zu gewährleisten, ohne auf das beeindruckende Szenario und die Innenhelligkeit verzichten zu müssen.</p>
<h4>Modelle und Organisation der Bauarbeiten</h4>
<p>Michelangelo verfolgte einen innovativen Ansatz, der auf schnell angefertigten Modellen basierte, um seine Ideen den Bauleitern verständlich zu machen. Das „Holzmodell“ der Kuppel aus den Jahren 1558 bis 1561 gilt als zentrales Zeugnis seiner Vision. Obwohl diese Modelle zahlreichen Änderungen unterworfen waren, dienten sie dazu, Abmessungen, Krümmung und Lufträume zwischen den Schalen zu bestimmen und als Leitfaden für die spätere Umsetzung zu fungieren.</p>
<h3>Die Vollendung der Kuppel: Giacomo della Porta und Domenico Fontana</h3>
<h4>Übergabe und neue Entwurfsphase</h4>
<p>Nach Michelangelos Tod im Jahr 1564 ging die Leitung der Bauarbeiten an Giacomo della Porta über, der sich verpflichtete, die Kuppel so weit wie möglich im Sinne der Prinzipien seines Vorgängers zu vollenden. In dieser Phase wurde die Baustellenorganisation rationalisiert, und die zentralen Entwurfsentscheidungen für die Kuppel wurden festgeschrieben.</p>
<h4>Änderungen und strukturelle Verstärkungen</h4>
<p>Della Porta musste einige notwendige Korrekturen vornehmen, um Michelangelos System mit zwei Schalen zu integrieren und zu finalisieren. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen:</p>
<ul>
<li><strong>Anpassung der Krümmung:</strong> Um mehr Stabilität zu erreichen, veränderte Della Porta die Form der äußeren Schale, die er etwas spitzer gestaltete. Durch diese Wahl wurden seitliche Kräfte reduziert, das Gewicht effektiver verteilt und der harmonische Aufstieg der Kuppel gefördert.</li>
<li><strong>Strukturelle Verstärkungen:</strong> Durch das Hinzufügen von Spannketten sowie eines Systems aus Strebepfeilern und radialen Stützen wurde die Struktur entscheidend gefestigt, besonders angesichts der immensen Lasten und potenzieller seismischer Einflüsse. Diese Elemente, die in den tragenden Tambour integriert wurden, waren essenziell, um ein Versagen des Mauerwerks zu verhindern.</li>
<li><strong>Verstärkung des Tambours:</strong> Della Porta legte zudem großen Wert auf die Konzeption und Festigung des Tambours, der die Kuppel trägt. Mit einem Innendurchmesser von etwa 42 Metern verfügt der Tambour über zahlreiche Pfeiler und Bögen, die seiner Konstruktion Stabilität verleihen und eine solide Basis für das massive Kuppelteil schaffen.</li>
</ul>
<h4>Die Errichtung des Lanternino</h4>
<p>Eines der letzten und charakteristischsten Elemente der Kuppel war der Bau des sogenannten Lanternino, das an der höchsten Stelle thront und den theatralischen Effekt der Kuppel verstärkt. Am Ende des 16. Jahrhunderts vollendet, ist das Lanternino nicht nur ein dekoratives, sondern auch ein funktionales Element, da es das natürliche Licht in das Innere der Basilika lenkt. Sowohl Della Porta als auch Domenico Fontana spielten eine entscheidende Rolle bei der Feinabstimmung dieser Komponente, indem sie sie zu einem integralen, strukturellen und symbolischen Bestandteil der Kuppel machten.</p>
<h2>Beschreibung und Aufbau</h2>
<p>Die Kuppel von St. Peter, das krönende Element der vatikanischen Basilika, verkörpert einen Entwicklungsprozess, in dem technische Innovationen, ingenieurstechnische Lösungen und ein reiches kunstvolles Dekorationsprogramm zusammenfließen. Begonnen in der michelangelischen Phase (1547–1564) und perfektioniert in der nachmichelangelischen Periode (1574–1602) unter Giacomo della Porta und Domenico Fontana, verbindet sie Lösungen für die strukturellen Anforderungen mit symbolischen und frommen Bedeutungen.</p>
<h3>Das Doppelschalen-System</h3>
<p>Die Doppelschale, ein Entwurf von Michelangelo, ist die Schlüsselinnovation, mit der eine relativ leichte und dennoch äußerst stabile Kuppel geschaffen werden konnte.</p>
<h4>Tragende innere Schale</h4>
<p>Etwa 2 Meter stark bildet die innere Schale den strukturellen Kern der Kuppel. Ihr Mauerwerk, das in der michelangelischen Phase konzipiert wurde, leitet die vertikalen Lasten in den darunterliegenden Tambour ab und gewährleistet die Gesamtsteifigkeit. Darüber hinaus sind auf ihrer Innenseite dekorative Elemente integriert: Entlang der Oberfläche definieren die Rippen — 96 Figuren, in trapezförmige und runde Felder gesetzt — sowohl die statische als auch die gestalterische Komponente und verweisen auf eine sakrale Ikonografie.</p>
<h4>Äußere Schutzschale</h4>
<p>Die äußere Schale, knapp 1 Meter stark und üblicherweise mit Bleiplatten gedeckt, schützt die innere Struktur vor Witterungseinflüssen und betont gleichzeitig ihre ästhetische Wirkung. Verfeinert und ergänzt von Michelangelos Nachfolgern in der nachmichelangelischen Zeit, umschließt dieses Konzept Dachgauben proto-barocker Gestaltung, die zwischen den beiden Schalen eingebettet sind und natürliches Licht einlassen. So entsteht ein Wechselspiel zwischen der strukturellen Funktion und dem visuellen Eindruck des Ganzen.</p>
<h3>Der Tambour und das Stützsystem</h3>
<p>Der Tambour, das tragende Fundament der Kuppel, wurde während der Bauarbeiten mehrfach verändert.</p>
<p>Mit einem Innendurchmesser von etwa 42 Metern und einer durchschnittlichen Wandstärke von bis zu 3 Metern an einigen Stellen besteht der Tambour vollständig aus Travertin. In der michelangelischen Phase bildeten Bramantes Pfeiler seine Eckpunkte, während er in der nachmichelangelischen Periode endgültig konsolidiert wurde, um eine ausgeglichene Lastverteilung zu sichern.</p>
<p>Im Innern des Tambours wurden 16 radiale Strebepfeiler eingebaut, um die Konstruktion zu verstärken. Sie umrahmen große rechteckige Fenster, die abwechselnd mit Rund- oder Dreiecksgiebeln abgeschlossen sind. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur die Stützfunktion, sondern sorgen auch für eine bemerkenswerte dekorative Gliederung, die klassische Muster und päpstliche Herrschaftssymbole – wie die drei Hügel im Wappen von Papst Sixtus V. an der Basis jeder Rippe – aufgreift.</p>
<h4>Strukturelle Verstärkungen: Strebepfeiler und radiale Stützen</h4>
<p>Um den seitlichen Kräften aus dem Gewicht der Kuppel entgegenzuwirken, ergänzte man den Tambour durch weitere Verstärkungselemente. Diese Strebepfeiler und radialen Stützen, von Giacomo della Porta umgesetzt, leiten die vertikalen Lasten ab und minimieren horizontale Verschiebungen. Sie gehörten nicht zum ursprünglichen Plan Michelangelos, sind heute jedoch unverzichtbar für das Tragsystem und prägen durch ihre modulare Anordnung das äußere Erscheinungsbild. Gleichzeitig fügen sie sich in die äußere Dekoration mit Zwillingssäulen, korinthischen Kapitellen und einem hohen, mit vegetabilen Girlanden verzierten Gebälk ein.</p>
<h3>Die Rippen und Verstärkungen</h3>
<p>Die von Michelangelo eingeführten Rippen stellen das innere Verstärkungssystem dar, das die Form und die Kontur der Kuppel bestimmt.</p>
<h4>Strukturelle Funktion und maßliche Variation</h4>
<p>Die Rippen verteilen das Gewicht der Schale über die gesamte Oberfläche und erhöhen deren Zusammenhalt. Ihr Querschnitt verringert sich vom Fußpunkt bis zur Spitze, um in den oberen Bereichen Gewicht einzusparen und sich den unterschiedlichen Lasten anzupassen. Neben der Gewährleistung der Stabilität erfüllen die präzise zugeschnittenen und montierten Rippen eine dekorative Funktion: Die regelmäßige Anordnung der 96 Figuren entlang der Rippen bewirkt einen harmonischen Effekt, der technische Aspekte mit der Ornamentik verbindet und zugleich Lichtführung und sakrale Symbolik unterstützt.</p>
<h3>Das Lanternino</h3>
<p>Auf der Kuppelspitze befindet sich das Lanternino, das krönende Element, das der gesamten Struktur einen eleganten Abschluss verleiht.</p>
<h4>Funktionen und dekorative Details</h4>
<p>In der nachmichelangelischen Phase eingeführt und verfeinert, sorgt das Lanternino nicht nur für natürliches Licht im Innern der Basilika – was eindrucksvolle Lichteffekte hervorruft und das Raumgefühl bereichert –, sondern stabilisiert auch die Last am höchsten Punkt der Kuppel. Seine Form, gekennzeichnet durch Kandelaber und dekorative Details, wird durch eine vergoldete Bronzekugel mit aufgesetztem Kreuz weiter aufgewertet. Dieses Zierelement, das auch die Fertigstellungsjahreszahl (1593, in der lateinischen Inschrift von Giacomo della Porta) trägt, verleiht der Kuppel tiefgreifende symbolische Bedeutung und fungiert als lichtspendendes Auge sowie als Kennzeichen der Einheit von Glaube und Macht dieser Basilika.</p>
<h2>Restaurierungen</h2>
<p>Trotz der innovativen Ingenieurleistungen und der Meisterschaft der großen Architekten, die die Kuppel errichteten, zeigten sich bereits wenige Jahrzehnte nach ihrer Vollendung statische Probleme, die Verstärkungs- und Restaurierungsmaßnahmen erforderlich machten. Die Instandhaltung und Aktualisierung der Struktur zog sich über Jahrhunderte hin, wobei sich die technischen Lösungen fortlaufend an natürliche Alterungsprozesse und seismische Anforderungen anpassten.</p>
<h3>Restaurierungen im 18. Jahrhundert: Poleni und Vanvitelli</h3>
<p>Schon in den 1630er Jahren hatten sich strukturelle Probleme eingestellt, die die Stabilität der Kuppel infrage stellten. Erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts beauftragte Papst Benedikt XIV. den Ingenieur Giovanni Poleni mit der Untersuchung des sich abzeichnenden Verfalls und der Festlegung passender Gegenmaßnahmen.</p>
<ul>
<li><strong>Polenis Analyse und Maßnahmen:</strong> 1743 begann Poleni mit umfassenden Kontrollen und zog dabei auch ältere Gutachten (unter anderem von Lelio Cosatti) heran, um die Grundlagen für eine statische Sanierung zu schaffen. 1748 veröffentlichte er eine Abhandlung, in der er ideale Methoden zur Verstärkung der Kuppel skizzierte.</li>
<li><strong>Strukturelle Verstärkung:</strong> Zwischen 1743 und 1748 ließ Poleni mehrere Eisenketten anbringen – vor allem am Tambour und im unteren Teil der Kuppel –, um deren Zusammenhalt und Stabilität zu verbessern. Diese Arbeiten erfolgten unter der Leitung des Architekten Luigi Vanvitelli, der mit seiner Expertise diese Verstärkungen in das bereits bestehende Ingenieurkonzept einfügte.</li>
</ul>
<h3>Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert</h3>
<p>Während des 19. und 20. Jahrhunderts lag das Hauptaugenmerk auf der Erneuerung der äußeren Kuppelverkleidung und der Laterne.</p>
<ul>
<li><strong>Erneuerung der Außenhaut:</strong> Zwischen 1870 und 1875 wurden die Bleiplatten der äußeren Schale ausgetauscht, um die Kuppel vor Witterungseinflüssen zu schützen. Bereits 1809 war auf der Laterne ein Blitzableiter montiert worden, um Schäden durch Blitzeinschläge zu vermeiden.</li>
<li><strong>Konsolidierungsarbeiten:</strong> Nach 1929 wurden die radialen Strebepfeiler, die erhebliche Schäden aufwiesen, teilweise abgetragen und unter der Leitung des Architekten Luca Beltrami wiederaufgebaut. In den 1940er Jahren musste aufgrund eines Risses im Sturz eines Fensters im Tambour der Ingenieur Nicolosi einen Stahlrahmen einsetzen, um die Last vom äußeren Fensterbereich wegzuleiten. Diese Maßnahme wurde anschließend auf alle Fensteröffnungen im Tambour ausgeweitet, was die Spannungsverteilung und die Sicherheit der Struktur deutlich verbesserte.</li>
</ul>
<h3>Neuere Arbeiten</h3>
<p>Am 2. September 2019 begann ein neuer Zyklus von Restaurierungen, der sich vor allem auf den Tambour der Kuppel konzentrierte.</p>
<ul>
<li><strong>Restaurierung des Tambours und der Außenfassaden:</strong> Mit dem Aufbau des Gerüsts konnten Arbeiten am Tambour und an allen Außenansichten der Basilika durchgeführt werden.</li>
<li><strong>Probleme bei der Gerüstverankerung:</strong> Dieses Vorhaben stieß auf Kritik aufgrund der angewandten Verankerungsmethode. Stahlrohre wurden direkt im Travertin befestigt, was zur Bohrung hunderter Löcher in das Mauerwerk führte. Diese Vorfälle verdeutlichen das Spannungsfeld, moderne Restaurierungsverfahren anzuwenden und gleichzeitig die historische Steinsubstanz zu bewahren.</li>
</ul>
<h2>Zugang zur Kuppel</h2>
<p>Der Besuch der Kuppel des Petersdoms ist so organisiert, dass ein sicheres und individuell gestaltetes Erlebnis möglich ist. Für den Aufstieg werden zwei Optionen angeboten: per Aufzug oder über Treppen.</p>
<h3>Zugangsarten</h3>
<h4>Die Kuppel mit dem Aufzug</h4>
<p>Diese Option bietet Ihnen einen bequemen Aufstieg bis zur Terrasse, wo die Kuppelbesichtigung beginnt.</p>
<ul>
<li><strong>Aufzugfahrt:</strong> Der Aufzug fährt bis zur Dachterrasse der Basilika. Zwar verringert dies die Anzahl der zu bewältigenden Stufen, jedoch bleiben immer noch 320 Stufen, um die Spitze der Kuppel zu erreichen.</li>
<li><strong>Inbegriffen:</strong> Die Buchung umfasst den Zugang zum Petersdom (mindestens 90 Minuten vor Ihrer gewählten Eintrittszeit für die Kuppel) sowie einen digitalen Audioguide, um sowohl in der Basilika als auch beim Kuppelbesuch für ein vertieftes Erlebnis zu sorgen.</li>
<li><strong>Zeiten und Buchung:</strong> Sie können online reservieren und dabei Ihr Wunschzeitfenster auswählen. Alternativ sind Tickets an den Kassen in der Nähe der Basilika erhältlich, nach vorheriger Sicherheitskontrolle auf dem Petersplatz.</li>
</ul>
<h4>Die Kuppel zu Fuß</h4>
<p>Wer ein traditionelleres Erlebnis bevorzugt und die Herausforderung des Treppensteigens sucht, kann sich für den Zugang über die Treppen entscheiden.</p>
<ul>
<li><strong>Aufstieg über Treppen:</strong> Hierbei erfolgt der direkte Aufstieg über die Stufen bis zur Terrasse, entlang des klassischen Weges, bei dem Sie unterwegs die Details der Mosaiken und Verzierungen bestaunen können.</li>
<li><strong>Inbegriffen:</strong> Dieses Ticket schließt ebenfalls den Zugang zur Basilika mit digitalem Audioguide ein, der 90 Minuten vor dem Eintritt in die Kuppel zu nutzen ist, sowie den Zugang zu den inneren und äußeren Bereichen der Kuppel.</li>
<li><strong>Zeiten und Buchung:</strong> Eine Online-Reservierung ermöglicht die Auswahl eines festgelegten Zeitpunkts; alternativ ist ein Ticketkauf vor Ort möglich. Bedenken Sie jedoch, dass die Sicherheitskontrollen auf dem Petersplatz etwa eine Wartezeit von durchschnittlich anderthalb Stunden erfordern können.</li>
</ul>
<h3>Praktische Informationen für Ihren Besuch</h3>
<h4>Sicherheitskontrollen und Kleiderordnung</h4>
<ul>
<li><strong>Sicherheitskontrollen:</strong> Vor dem Zugang zur Kuppel muss eine Sicherheitskontrolle am Eingang der Basilika durchlaufen werden. Wer online gebucht hat, kann sich nach erfolgter Kontrolle direkt zum Aufgang begeben; andernfalls sind Tickets an den Vor-Ort-Kassen erhältlich.</li>
<li><strong>Kleiderordnung:</strong> Da die Kuppel Teil der Basilika ist, wird ein ortsgerechtes Erscheinungsbild verlangt. Schultern und Knie müssen stets bedeckt sein.</li>
</ul>
<h4>Vorbereitung des Besuchs</h4>
<ul>
<li><strong>Dauer des Besuchs:</strong> Die Mindestdauer beträgt etwa 1 Stunde, variiert jedoch je nach Klettertempo und Verweildauer an der Spitze.</li>
<li><strong>Buchung und QR-Code:</strong> Bei Onlinekäufen erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden Ihren Buchungs-QR-Code per E-Mail. Prüfen Sie ggf. auch Ihren Spam-Ordner.</li>
<li><strong>Nützliche Tipps:</strong> Bequeme Schuhe sind empfehlenswert. Der Aufzug, sofern genutzt, bringt Sie lediglich bis zur Dachterrasse; es bleiben weitere 320 Stufen (bzw. 551 insgesamt ohne Aufzug) bis ganz nach oben.</li>
</ul>
<h4>Barrierefreiheit und Einschränkungen</h4>
<ul>
<li><strong>Barrierefreiheit:</strong> Die Kuppelbesichtigung eignet sich nicht für Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen, Klaustrophobie, Höhenangst oder eingeschränkter Mobilität. Sie ist nicht barrierefrei, da Treppen vorhanden sind.</li>
<li><strong>Tickets und Zeiten:</strong> Da die Ticketzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung. Nach dem Kauf kann das Ticket für die Kuppel nicht geändert oder erstattet werden und schließt den Zugang zur Basilika mit digitalem Audioguide ein.</li>
</ul>
<h3>Panoramablick von der Kuppel</h3>
<p>Von der Spitze der Kuppel eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama über die Ewige Stadt – ein Erlebnis, das die Faszination für Kunst und die städtische Geschichte Roms vereint.</p>
<h4>Stadtpanorama</h4>
<p>Oben auf der Terrasse bietet sich der Blick auf die gesamte Struktur des Petersdoms, Berninis berühmte Kolonnaden sowie zahlreiche historische Monumente, welche das Zentrum Roms prägen. Das Panorama reicht von den alten Straßen des historischen Stadtkerns mit seinen Palästen und Kirchen, die Jahrhunderte an Geschichte erzählen, bis hin zum Kapitol und dem ruhig dahinströmenden Tiber.</p>
<h4>Ornamentale Details und Licht</h4>
<p>Von diesem privilegierten Standort aus werden die prachtvollen Mosaike und Verzierungen der Kuppel sichtbar, die eigens darauf ausgerichtet sind, das natürliche Licht zu betonen. Das Licht, das durch das Lanternino einfällt, akzentuiert das Wechselspiel von Hell und Dunkel und vermittelt ein Gefühl von Tiefe und Erhabenheit.</p>
<h4>Ein emotionales Erlebnis</h4>
<p>Das Gesamtbild aus feinen ornamentalen Details einerseits und weitläufigem Stadthorizont andererseits bietet ein unvergleichliches Erlebnis: Besuchende können das gleiche Staunen und die gleiche Spiritualität erahnen, die Michelangelo der Überlieferung nach bei seiner Planung der Kuppel empfand.</p>
<p>Dieses weitreichende Panorama, das sowohl die majestätische Architektur als auch die vielfältige Geschichte Roms umspannt, zählt zu den eindrucksvollsten Momenten der Besichtigung und macht den Aufstieg zur Kuppel zu einem unvergesslichen Erlebnis für jeden Besucher.</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-4743'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='marker-4743-1'> Zeichnung vermutlich von Bramante, bekannt als “Uffizi A1”-Plan. Quelle: <a href="https://musageteartpress.wordpress.com/2021/04/18/san-pietro-secondo-bramante-i-progetti-della-nuova-basilica/">musageteartpress.wordpress.com</a> <span class='returnkey'><a href='#markerref-4743-1'>&#8629;</a></span></li>
<li id='marker-4743-2'> Projektplan „Uffizi A20“. Quelle: <a href="https://musageteartpress.wordpress.com/2021/04/18/san-pietro-secondo-bramante-i-progetti-della-nuova-basilica/">musageteartpress.wordpress.com</a> <span class='returnkey'><a href='#markerref-4743-2'>&#8629;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Trevi-Brunnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redazione ArcheoRoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 12:37:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senza categoria]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.archeoroma.de/sehenswuerdigkeiten/fontana-di-trevi/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Trevi-Brunnen ist eines der berühmtesten, landschaftlich schönsten und meistbesuchten Denkmäler in Rom. Es stellt den Endpunkt des Acqua Vergine-Aquädukts dar, der aus den Quellen des Flusses Aniene stammt.</p>
<p>L'articolo <a rel="nofollow" href="https://www.archeoroma.de/sehenswuerdigkeiten/trevi-brunnen/">Trevi-Brunnen</a> proviene da <a rel="nofollow" href="https://www.archeoroma.de">ArcheoRoma</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 id="storia">Geschichte</h2>
<h3 id="perch-si-chiama-fontana-di-trevi-">Warum heißt es Trevi-Brunnen?</h3>
<p>Es gibt verschiedene Hypothesen zur Herkunft des Namens des Trevi-Brunnens:</p>
<ul>
<li>Das stammt von &#8220; <strong>Trebium</strong> &#8222;, dem Herkunftsort, in der Nähe der Tiburtina</li>
<li><strong>Dies</strong> ergibt sich aus &#8220; <strong>trivio</strong> &#8220; oder der Kreuzung der drei Straßen, aus denen das Wasser stammt (Collatina, Prenestina und Tiburtina). Der genaue Punkt scheint jedoch die nahe gelegene Piazza dei Crociferi zu sein</li>
<li>was von <strong>Iuturna stammt</strong> : Nymphe, die während der Dürre angerufen wurde, hatte in der Gegend einen Tempel namens &#8222;trevi&#8220;</li>
</ul>
<h3 id="gli-acquedotti-romani">Die römischen Aquädukte</h3>
<p>Während des sechsten Jahrhunderts, zur Zeit der gotischen Kriege (535 &#8211; 553 n. Chr.), Waren die meisten Aquädukte in Rom völlig vernachlässigt. Die 14 noch funktionierenden Aquädukte <strong>wurden auf Befehl von Vitiges</strong> , dem König der Ostgoten, <strong>schwer beschädigt</strong> , als er 537 n. Chr. Die Stadt Rom belagerte oder bei derselben Gelegenheit von <strong>Belisarius</strong> (byzantinischer General) ummauert wurde, um die ostgotischen Truppen daran zu hindern Zugang zur Stadt (eine Taktik, die Belisario selbst anwendete, als er Neapel eroberte).</p>
<h4>Das Aquädukt von Aqua Vergine</h4>
<p>Das jungfräuliche Wasser (Aqua Virgo) wurde 19 v. Chr. Von Marco Vipsanio Agrippa nach Rom gebracht. Das Aquädukt der <strong>Acqua Vergine wurde ebenfalls</strong> durch die Belagerung der Goten beschädigt. Aber es ist immer noch betriebsbereit.</p>
<p>Dieses Aquädukt bezieht Wasser aus einem Gebiet mit vielen Wasserquellen in der Nähe des Verlaufs des Anione, 10 Kilometer östlich von Rom („Salone“, vor der aktuellen Länge). Entlang der Via Collatina macht das Aquädukt einen weiten Bogen nach Norden, der durch die Nomentana und die Salaria führt und durch die Gebiete der heutigen Villa Ada, der Parioli und der Villa Borghese in die Stadt führt.</p>
<p>Von hier führte es das Wasser zum Trevi-Brunnen, dann zur Terme di Agrippa, während ein Zweig nach Trastevere führte. Das Aquädukt Acqua Vergine versorgt auch die Fontana della Barcaccia, die Fontana dei Quattro Fiumi und die Fontana del Nicchione mit Wasser.</p>
<p>Wahrscheinlich führten die Eigenschaften des kalziumfreien Wassers dazu, dass das Aquädukt so lange erhalten blieb. Natürlich waren im Laufe der Jahre mehrere Wartungsarbeiten erforderlich, und der Trevi-Brunnen blieb lange Zeit ohne Wasser.</p>
<h3 id="medioevo">Mittelalter</h3>
<p>Im Mittelalter wurden <strong>viele monumentale Brunnen abgebaut</strong> , um ihre Materialien wiederzugewinnen, und eine große Anzahl von Brunnen für die Wasserversorgung gebaut. Niedrige Becken, die für religiöse Riten und Feste in der Nähe von Kirchen errichtet wurden, sind Ausnahmen, wie der Brunnen der Basilika Santa Cecilia in Trastevere und der der alten Basilika St. Peter im Vatikan.</p>
<p>Erst im späten Mittelalter gab es neue Initiativen bei der Planung und dem Bau wichtiger Brunnen. Der Trevi-Brunnen ist einer von ihnen.</p>
<h4>Renaissance: das erste Projekt</h4>
<p>Das erste Projekt wurde 1410 am Endpunkt des Acqua Vergine-Aquädukts durchgeführt. Der Brunnen bestand aus drei nebeneinander liegenden Becken, in denen das Wasser aus drei verschiedenen Mündungen floss.</p>
<p>Im Jahr 1453 beauftragte Papst Nikolaus V. im Rahmen eines umfassenden Erneuerungsprogramms der Stadt Rom den Renaissance-Architekten und Intellektuellen <strong>Bernardo Rossellino</strong> und   <strong>Leon Battista Alberti</strong> , den Brunnen mit einer neuen Ausstellung auf der Piazza di Trevi zu restaurieren. Seine Intervention beschränkte sich darauf, die drei Becken zu verbinden und auf einfache und lineare Weise die Basis des Denkmals zu zeichnen, das im Barock zu dem werden wird, was wir heute sehen können.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit wurde eine Plakette an der Quader- und Zinnenwand mit Blick auf das rechteckige Becken angebracht (die während der Arbeiten im Barock verloren gehen wird):</p>
<p>NICOLAVS V. PONT. MAX. POST ILLVSTRATAM INSIGNIBVS MONUMEN. VRBEM DVCTVM AQVAE VIRGINIS VETVST. COLLAP. SICH AUSRUHEN. 1453</p>
<p>trad: &#8222;Nachdem Papst Massimo Nicolò V die Stadt (von Rom) mit berühmten Denkmälern verschönert hatte, restaurierte er 1453 die Leitung der Acqua Vergine aus dem alten Zustand der Verlassenheit.&#8220;</p>
<h3 id="barocco">Barock-</h3>
<p>Während seines Papsttums beauftragte <strong>Urban VIII</strong>  (aus der Familie Barberini) den Architekten und Bildhauer <strong>Gian Lorenzo Bernini</strong> , 1640 eine Reihe von Denkmälern in Rom und Latium zu errichten  . Nach der Fassade der Kirche Santa Bibiana und dem Baldachin in der <a href="https://www.archeoroma.de/sehenswuerdigkeiten/petersdom/">Basilika San Pietro</a> wurde er um 1640 beauftragt, die Piazza Trevi und den Brunnen erneut zu besichtigen.</p>
<p>Berninis Projekt sah eine wesentliche Vergrößerung des Platzes und das orthogonale Umkippen des Brunnens vor, wobei die derzeitige Ausrichtung in Richtung Piazza Venezia erreicht wurde.<br />
Zwei konzentrische halbkreisförmige Becken, die die zentrale Statue hervorheben sollten, die sich auf einem Sockel unterhalb des Wasserspiegels befindet und wahrscheinlich die <strong>jungfräulichen Trivia darstellt</strong> .</p>
<p>Berninis Arbeit an den Kellertanks wurde aus verschiedenen Gründen unterbrochen:</p>
<ul>
<li>Tod von Papst Urban VIII</li>
<li>Mangel an notwendigen Mitteln</li>
<li>Der neue Papst Innocenzo X. Panphilj verklagte die Familie Barberini</li>
</ul>
<p>Innocenzo X beauftragte den Architekten <strong>Francesco Borromini mit</strong> dem Transport des jungfräulichen Wassers zur Piazza Navona und dem Entwurf einer monumentalen Ausstellung vor dem Pamphili-Palast. Es wird jedoch von Gian Lorenzo Bernini aufgeführt.</p>
<h3 id="periodo-neoclassico">Neoklassizistische Zeit</h3>
<p>Seit Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das Thema des Trevi-Brunnens ausführlich diskutiert und verschiedene Wettbewerbe von der Accademia di San Luca veranstaltet. Mehrere italienische und ausländische Architekten nahmen teil, von <strong>Nicola Michetti</strong> bis <strong>Luigi Vanvitelli</strong> .</p>
<p>Die Arbeiten wurden dank eines 1731 von Papst <strong>Clemens XII.</strong> (Familie Corsini) ins Leben gerufenen Wettbewerbs um den Bau des monumentalen Brunnens wieder aufgenommen. Der Papst entschied sich für Vanvitellis Projekt, war aber immer noch unzufrieden und ersetzte es durch das des italienischen Architekten <strong>Nicola Salvi</strong> , der heute als <strong>derjenige bekannt ist, der den Trevi-Brunnen gebaut hat</strong> .</p>
<h4>Nicola Salvis Projekt</h4>
<p>Die Arbeiten begannen im Jahr 1732. Nicola Salvis Projekt war ein Brunnen, der aus einem großen zentralen Becken bestand, das von einer grob behauenen Travertinklippe umgeben war, und einer spektakulären Erhebung, die mit dem dahinter liegenden Palazzo Poli verbunden war und als architektonische Kulisse gedacht war.</p>
<p><strong>Es wurde dreimal eingeweiht:</strong></p>
<ul>
<li>1735 zum ersten Mal von Clemens XII. in Arbeit, verzögert durch die häufigen Streitigkeiten zwischen Salvi und <strong>Giovanni Battista Maini</strong> , dem Künstler der Skulpturen;</li>
<li>ein zweites Mal im Jahr 1744 nach dem Tod von Salvi, Maini und Clemente XII. Es wurde vom Nachfolger Benedikt XIV. Eingeweiht;</li>
<li>ein drittes Mal im Jahr 1762. Die Skulpturen wurden zuerst <strong>Giuseppe Pannini</strong> , dann <strong>Pietro Bracci</strong> anvertraut . Der Brunnen wurde dann von Papst Clemens XIII. Fertiggestellt und eingeweiht.</li>
</ul>
<h3 id="restauri">Restaurierungen</h3>
<p>Der Trevi-Brunnen wurde zwei wichtigen Restaurierungsarbeiten unterzogen:</p>
<ul>
<li>1998 wurde an der Installation und Reinigung des Brunnens gearbeitet</li>
<li>2014 wurde der Brunnen gereinigt und der Platz modernisiert. Die beiden Seitenfassaden der Fassade wurden ebenfalls konsolidiert, die Wanne wasserdicht gemacht und die Arbeiten neu gefüllt. Gefördert vom Modehaus Fendi.</li>
</ul>
<h2 id="descrizione">Beschreibung</h2>
<p>Der Trevi-Brunnen besteht aus einem rechteckigen Becken, das vor der szenografischen Fassade liegt, die mit dem dahinter liegenden Palazzo Poli verbunden ist und als architektonischer Hintergrund dient.</p>
<p>Das architektonische Ensemble besteht aus:</p>
<ul>
<li>Travertin-Fassade (Palazzo Poli)</li>
<li>Skulpturengruppe aus Carrara-Marmor</li>
<li>Travertin-Fels</li>
<li>Becken</li>
</ul>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="312">maximale Höhe</td>
<td width="312">26,30 m</td>
</tr>
<tr>
<td width="312">Breite</td>
<td width="312">49,15 m</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Palazzo Poli und die Fassade, die den Trevi-Brunnen einrahmt</h3>
<p>Die <strong>Fassade des Palazzo Poli</strong>, im 18. Jahrhundert als monumentaler Hintergrund für den Trevi-Brunnen fertiggestellt, ist ein außergewöhnliches Beispiel für die Integration von Architektur und dekorativen Künsten. Dieses Gebäude, das an die Pracht des Brunnens angepasst wurde, verkörpert die Prinzipien des spätbarocken Klassizismus und kombiniert ausgewogene Proportionen mit kunstvoller skulpturaler Dekoration.</p>
<h4>Erstes Niveau</h4>
<p>Das erste Niveau der Fassade des <strong>Palazzo Poli</strong>, das sich direkt über dem Skulpturenensemble des Trevi-Brunnens befindet, ist eine meisterhafte Synthese aus architektonischer Strenge und dekorativem Symbolismus. Dieser Teil der Fassade dient als Übergang zwischen der dynamischen Energie des Brunnens und der Monumentalität des Palastes und zeichnet sich durch eine feierliche und raffinierte Kompositionsordnung aus.</p>
<p>Die Struktur ist durch Pilaster und Gesimse gegliedert, die ein symmetrisches Schema schaffen und die Vertikalität der Fassade betonen. Architektonische Elemente wie Fenster mit abwechselnd dreieckigen und gebogenen Giebeln verleihen der Ansicht Rhythmus und Tiefe und harmonieren mit der gesamten Komposition. Obwohl scheinbar der Pracht des Brunnens untergeordnet, spielt dieser Teil der Fassade eine grundlegende Rolle bei der visuellen und symbolischen Verbindung der verschiedenen Bestandteile des Ensembles.</p>
<figure id="attachment_4443" aria-describedby="caption-attachment-4443" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-in-post-full-width wp-image-4443" src="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-740x592.jpg" alt="Trevi-Brunnen: Statuen des Palazzo Poli" width="640" height="512" srcset="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-740x592.jpg 740w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-300x240.jpg 300w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-1024x819.jpg 1024w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-768x614.jpg 768w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-370x296.jpg 370w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen.jpg 1200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4443" class="wp-caption-text">Trevi-Brunnen: Statuen des Palazzo Poli</figcaption></figure>
<p>Die Hauptelemente der Fassade (Tavola 36.1):</p>
<ol>
<li><strong>Flachrelief: Agrippa, Bau des Aquädukts Aqua Virgo</strong><br />
Auf der linken Seite der ersten Ebene zeigt dieses Flachrelief <strong>Marcus Vipsanius Agrippa</strong>, den römischen General und Architekten, der den Bau des <strong>Aquädukts Aqua Virgo</strong> im Jahr 19 v. Chr. beaufsichtigte. Das Werk, das <strong>Filippo Valle</strong> zugeschrieben wird, feiert die römische Ingenieurskunst und ihre entscheidende Rolle bei der Wasserversorgung Roms. Es hebt Agrippa als Symbol für Weitblick und Innovation hervor.</li>
<li><strong>Flachrelief: Entdeckung der Aqua Virgo</strong><br />
Auf der rechten Seite der Fassade zeigt das Flachrelief die <strong>Legende von der Entdeckung der Aqua Virgo</strong>, einer Quelle, die von römischen Soldaten mit Hilfe einer jungen Jungfrau entdeckt wurde. Auch dieses Werk wird <strong>Filippo Valle</strong> zugeschrieben und verkörpert die Verbindung zwischen Natur und menschlicher Weisheit. Es betont Wasser als Geschenk der Erde.</li>
<li><strong>Statue der Fülle</strong><br />
Über dem Flachrelief von Agrippa symbolisiert diese allegorische Statue die Fülle, die das Wasser bringt. Sie wurde von <strong>Agostino Corsini</strong> geschaffen und zeigt eine Figur mit einem Füllhorn, das von Früchten und Blumen überquillt – ein klassisches ikonografisches Element, das Reichtum und Fruchtbarkeit hervorruft.</li>
<li><strong>Statue der Luftgesundheit</strong><br />
Über dem Flachrelief der Entdeckung des Wassers positioniert, stellt diese Statue die <strong>Gesundheit und Reinheit</strong> dar, die das Wasser mit sich bringt. Dieses Werk, das <strong>Agostino Corsini</strong> zugeschrieben wird, zeigt eine allegorische Figur, die eine Botschaft von Wohlbefinden und Harmonie vermittelt und den Wert des Wassers als essentielles Element für die Gesundheit unterstreicht.</li>
</ol>
<h4>Palazzo Poli: Attika</h4>
<p>Die <strong>Attika des Palazzo Poli</strong>, die sich über der ersten Ebene der Fassade befindet, bildet den architektonischen und symbolischen Abschluss des monumentalen Komplexes des Trevi-Brunnens. Diese obere Ebene, die die Schlichtheit der architektonischen Linien des Palastes bewahrt, zeichnet sich durch die Fülle ihrer skulpturalen Dekorationen aus, die sich um allegorische Themen von Fülle und Wohlstand drehen.</p>
<p>Die Attika ist als abschließendes Element konzipiert, das die zentrale Achse des Komplexes betont. Die Komposition wird von dem <strong>päpstlichen Wappen von Clemens XII.</strong> dominiert, das sich im Zentrum der Struktur befindet – ein klarer Verweis auf den Papst, der den Brunnen in Auftrag gab. Dieses Element, ein Symbol der päpstlichen Macht und Kontinuität, wird von vier allegorischen Statuen flankiert, die seine symbolische Bedeutung verstärken.</p>
<figure id="attachment_7123" class="wp-caption aligncenter"><figcaption>
<figure id="attachment_4444" aria-describedby="caption-attachment-4444" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika.jpg"><img decoding="async" class="size-in-post-full-width wp-image-4444" src="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-740x592.jpg" alt="Attika des Palazzo Poli (Trevi-Brunnen): Vorderansicht Statuen und Wappen" width="640" height="512" srcset="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-740x592.jpg 740w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-300x240.jpg 300w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-1024x819.jpg 1024w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-768x614.jpg 768w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika-370x296.jpg 370w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-palazzo-poli-statuen-attika.jpg 1200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4444" class="wp-caption-text">Attika des Palazzo Poli (Trevi-Brunnen): Vorderansicht Statuen und Wappen</figcaption></figure>
</figcaption></figure>
<p>Die <strong>Tavola 36.2</strong> bietet eine detaillierte Analyse der Hauptelemente, die die Attika bilden:</p>
<ol>
<li><strong>Statue des Fruchtreichtums</strong><br />
Auf der linken Seite der Attika symbolisiert diese allegorische Statue den Reichtum und die Fruchtbarkeit der Natur. Dargestellt mit einem Korb voller Früchte, ruft sie die durch Wasser gewährte Fülle hervor. Das Werk wird <strong>Agostino Corsini</strong> zugeschrieben, einem Bildhauer, der für seinen detailreichen und naturalistischen Stil bekannt ist.</li>
<li><strong>Statue der Fruchtbarkeit der Felder</strong><br />
Direkt rechts von der Statue des Fruchtreichtums positioniert, repräsentiert sie die Fruchtbarkeit des Landes mit einer Komposition, die pflanzliche Elemente und landwirtschaftliche Werkzeuge umfasst. Diese Statue, ebenfalls <strong>Corsini</strong> zugeschrieben, hebt die lebenswichtige Rolle des Wassers in der Landwirtschaft hervor.</li>
<li><strong>Wappen von Clemens XII.</strong><br />
Im Zentrum der Attika dominiert das <strong>päpstliche Wappen von Clemens XII.</strong>, dem Papst, der den Bau des Trevi-Brunnens in Auftrag gab. Das von <strong>Filippo Valle</strong> geschaffene Wappen ist mit der traditionellen Tiara und gekreuzten Schlüsseln verziert – Symbole der spirituellen und weltlichen Macht des Papsttums. Seine zentrale Position betont die Verbindung zwischen dem Brunnenprojekt und der kirchlichen Autorität.</li>
<li><strong>Statue des Reichtums des Herbstes</strong><br />
Rechts neben dem Wappen feiert diese Statue den Herbst als Jahreszeit des Überflusses und der Ernte. Mit Elementen dargestellt, die mit Herbstfrüchten verbunden sind, wird dieses Werk <strong>Bernardo Ludovisi</strong> zugeschrieben, der für seine raffinierte allegorische Sprache bekannt ist.</li>
<li><strong>Statue der Annehmlichkeit der Wiesen</strong><br />
Ganz rechts außen auf der Attika symbolisiert diese Statue die Ruhe und Schönheit der Natur. Die Figur ist so konzipiert, dass sie das Ensemble visuell ausbalanciert und den symbolischen Zyklus von Jahreszeiten und Wohlstand vervollständigt. Auch diese Skulptur ist ein Werk von <strong>Bernardo Ludovisi</strong>.</li>
</ol>
<h3>Skulpturengruppe des Trevi-Brunnens</h3>
<p>Die <strong>zentrale Skulpturengruppe des Trevi-Brunnens</strong>, als narrativer und symbolischer Mittelpunkt des gesamten Monuments konzipiert, stellt eine außergewöhnliche Synthese aus Dynamik, Allegorie und bildhauerischer Meisterschaft dar. Geschaffen von <strong>Pietro Bracci</strong> im 18. Jahrhundert, zeichnet sich dieser künstlerische Komplex durch seine barocke Theatralik und die Fähigkeit aus, die Kraft und Vitalität des Wassers hervorzurufen.</p>
<figure id="attachment_7124" class="wp-caption aligncenter"><figcaption>
<figure id="attachment_4445" aria-describedby="caption-attachment-4445" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe.jpg"><img decoding="async" class="size-in-post-full-width wp-image-4445" src="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-740x592.jpg" alt="Skulpturengruppe des Trevi-Brunnens – Statue des Ozeans und Tritonen mit Pferd" width="640" height="512" srcset="https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-740x592.jpg 740w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-300x240.jpg 300w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-1024x819.jpg 1024w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-768x614.jpg 768w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe-370x296.jpg 370w, https://www.archeoroma.de/wp-content/uploads/trevi-brunnen-vorderansicht-skulpturengruppe.jpg 1200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4445" class="wp-caption-text">Skulpturengruppe des Trevi-Brunnens – Statue des Ozeans und Tritonen mit Pferd</figcaption></figure>
</figcaption></figure>
<ol>
<li><strong>Triton mit aufgeregtem Pferd</strong><br />
Links von Ozean versucht ein Triton, ein <strong>aufgeregtes Pferd</strong> zu bändigen, das mit erhobenen Vorderbeinen und wehendem Schweif in einer dynamischen und dramatischen Pose dargestellt ist. Diese Szene symbolisiert die ungestüme und unkontrollierbare Seite des Meeres. Die Skulptur, <strong>Pietro Bracci</strong> zugeschrieben, zeichnet sich durch außergewöhnliche anatomische Details aus, die dem Motiv Vitalität und Realismus verleihen.</li>
<li><strong>Statue des Ozeans (oder Neptun)</strong><br />
Im Zentrum der Skulpturengruppe steht die majestätische <strong>Statue des Ozeans</strong>, 5,8 Meter hoch, geschaffen nach einem ersten Entwurf von Giovanni Battista Maini und ausgeführt von <strong>Pietro Bracci</strong>. Ozean, die Gottheit der Gewässer, ist dargestellt, wie er auf einem großen Muschelwagen steht, der von zwei Seepferden gezogen wird. Die imposante Statue symbolisiert die absolute Herrschaft über das Wasser. Ihre feierliche Haltung und ihr hieratischer Ausdruck verkörpern Autorität und Kontrolle und spiegeln die Verbindung zwischen göttlicher und natürlicher Kraft wider. Die Verwendung des Muschelwagens erinnert an das mythologische Thema des Triumphs über das Wasser.</li>
<li><strong>Triton mit ruhigem Pferd</strong><br />
Auf der rechten Seite führt ein zweiter Triton ein <strong>ruhiges Pferd</strong>, das sich mit Eleganz und Gelassenheit bewegt. Dieses Element balanciert die Dynamik des aufgeregten Pferdes visuell und allegorisch aus und symbolisiert die Ruhe und Harmonie des Meeres, wenn es still ist. Auch dieses Werk, <strong>Pietro Bracci</strong> zugeschrieben, ist ein Beispiel für präzise Bildhauerei und die Fähigkeit, Gelassenheit und Stabilität zu vermitteln.</li>
</ol>
<h4>Künstlerische und symbolische Bedeutung</h4>
<p>Die zentrale Skulpturengruppe des Trevi-Brunnens vermittelt eine komplexe symbolische Erzählung über das Wasser. Die Figur des Ozeans im Zentrum repräsentiert die universelle Macht des Wassers, während die beiden Tritonen und die Pferde die Dualität des Meeres verkörpern: ungezähmte Kraft und lebenswichtige Ressource. Der Kontrast zwischen dem aufgeregten Pferd und dem ruhigen Pferd betont diese Dichotomie und schafft ein visuelles und thematisches Gleichgewicht, das die Theatralik des Werks verstärkt.</p>
<p>Die Skulpturen fügen sich nahtlos in den architektonischen Kontext und die ständige Bewegung des Wassers ein und verstärken die visuelle und symbolische Wirkung des Monuments. Die Meisterschaft von <strong>Pietro Bracci</strong>, sichtbar in der detaillierten Darstellung der Figuren und im dramatischen Einsatz von Kontrasten, erhebt die Skulpturengruppe zu einem erhabenen Beispiel römischer Barockskulptur.</p>
<h2 id="tradizioni">Traditionen</h2>
<p>Die Münzwurftradition ist auf der ganzen Welt bekannt, und kein Tourist kann es versäumen, sich der romantischen Tradition zu unterwerfen. Weniger bekannt ist die Tradition des Glases, ebenso romantisch.</p>
<h3 id="lancio-delle-monetine">Münzwurf</h3>
<p>Münzwurf ist ein Klassiker. Diejenigen, die Rom besuchen, müssen eine Münze in das zentrale Becken werfen und den Rücken mit der rechten Hand auf der linken Schulter und mit geschlossenen Augen legen. Wenn Sie es durch schnelles Drehen schaffen, in dem Moment, in dem die Münze das Wasser berührt, mit Ihren Augen anzuhalten, werden Sie mit Sicherheit nach Rom zurückkehren.</p>
<p>Eine zweite Legende besagt, dass drei Münzen, die in den Brunnen geworfen werden, jeweils Folgendes bewirken:</p>
<ol>
<li>dass wir nach Rom zurückkehren</li>
<li>dass du die Liebe deines Lebens triffst</li>
<li>dass wir heiraten</li>
</ol>
<h3 id="il-bicchiere-d-acqua">Das Glas Wasser</h3>
<p>Dies ist die Tradition, die nicht mehr gebraucht wird und heute wenig bekannt, aber nicht weniger romantisch ist. Wenn der Freund zur Arbeit oder zum Militärdienst gehen muss, lassen ihn die Mädchen Wasser aus dem Brunnen aus einem neuen Glas trinken und brechen es dann selbst. Es bedeutet einen Pakt der <strong>ewigen Treue</strong> , der durch einen unwiederholbaren Moment besiegelt ist.</p>
<h3 id="fontanina-degli-innamorati">Fontanina der Liebenden</h3>
<p>Heute gibt es die weichere Version, die das Risiko von Problemen mit der örtlichen Polizei vermeidet. Die beiden Liebenden müssen zusammen aus der sogenannten &#8220; <strong>Fontanina degli Innamorati</strong> &#8220; trinken , die sich rechts neben dem Denkmal neben dem Ass der Tassen befindet. Eine Möglichkeit, um sicherzustellen, dass Sie für immer wahr bleiben.</p>
<h2 id="curiosit-">Neugierde</h2>
<h3 id="l-anfora-che-nasconde-la-vista-sulla-fontana">Die Amphore, die den Blick auf den Brunnen verbirgt</h3>
<p>Während der Bauarbeiten gab es eine Apotheke (nach anderen Quellen ein Friseur), deren Besitzer den technischen und künstlerischen Entscheidungen des Architekten Nicola Salvi nicht besonders zustimmte.</p>
<p>Um die ständigen Kritikpunkte und negativen Urteile zum Schweigen zu bringen und ihn daran zu hindern, den Fortschritt der Arbeiten zu sehen, beschloss Salvi, eine Statue aus Travertin in Form einer großen Amphore direkt vor seinem Geschäft an der Ecke mit der Via della Stamperia anzuordnen.</p>
<p>Aufgrund der Ähnlichkeit mit einer Spielkartenfigur benannten die Römer die Skulptur in  <em>Ace of Cups um</em> .</p>
<p>Unten sehen Sie ein aktuelles Foto, das vor dem Laden aufgenommen wurde und den Blick auf den Brunnen bietet, den die Statue verweigert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.archeoroma.it/wp-content/uploads/2019/02/fontana-di-trevi-asso-di-coppe-740x491.jpg" alt="" width="740" height="491" /><figcaption class="wp-caption-text">Trevi-Brunnen: das Ass der Tassen, das die Arbeit verbirgt</figcaption></figure>
<h3 id="fontana-di-trevi-rossa">Trevi roter Brunnen</h3>
<p>Zweimal, zehn Jahre voneinander entfernt, ist der Trevi-Brunnen rot gefärbt. Dies geschieht zuerst im Jahr 2007, dann im Jahr 2017. <strong>Graziano Cecchini</strong> , ein „futuristischer“ Künstler, entzieht sich den Kontrollen und gießt roten Farbstoff in den Brunnen. Es wird die Aktien als &#8222;Ftm Futurist Action 2007&#8220; beanspruchen. Es wird vom Autor selbst als eine Performance definiert, die darauf abzielt, &#8222;Seelen zu schütteln, um Rom auf künstlerischer Ebene wiederzubeleben&#8220;. Für viele Kritiker ist die Aufführung einem <strong>Vandalismus gleichzusetzen</strong> . Glücklicherweise gab es in beiden Fällen keine dauerhaften Schäden am Denkmal.</p>
<h2 id="cinema">Kino</h2>
<p>Es gibt viele Szenen, die den Trevi-Brunnen mit dem italienischen und internationalen Kino verbinden. Hier sind einige der wichtigsten Szenen, die in der Geschichte geblieben sind.</p>
<h3 id="-la-dolce-vita-federico-fellini">&#8222;La Dolce Vita&#8220;, Federico Fellini</h3>
<p>1960 dreht der römische Regisseur <strong>Federico Fellini</strong> eine sehr berühmte Szene aus dem Film „ <strong>La Dolce Vita</strong> “ direkt im Trevi-Brunnen. In der Szene tritt die schwedische Schauspielerin <strong>Anita Ekberg</strong> mit ihrem langen dunklen Kleid in das große Becken des Brunnens ein und lädt <strong>Marcello Mastroianni ein</strong> , ihr mit ihrem berühmten „Marcello, komm her! Beeile dich! &#8222;.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/7_hfZoe9FHE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3 id="-c-eravamo-tanto-amati-ettore-scola">„Wir haben uns so sehr geliebt“, sagte Ettore Scola</h3>
<p>1974 huldigt der Regisseur Ettore Scola der Szene von „La dolce Vita“, besucht sie erneut und integriert das Set in das Set, wo die Krankenschwester Nino Manfredi auf dem Platz stehen bleibt und die Augen seiner geliebten Luciana trifft, mit der er zusammen ist ist verliebt.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/LycPOVb5Qlo" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3 id="-tot-truffa-62-camillo-mastrocinqe">&#8222;TotòTruffa 62&#8220;, Camillo Mastrocinqe</h3>
<p>Comicfilm von 1961, in dem Antonio Peluffo, alias <strong>Totò</strong> , sich als offizieller Kavalier Antonio Trevi ausgibt und die Verhandlungen über den Verkauf des Trevi-Brunnens für zehn Millionen Lire abschließt.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Z5b3-dCErAQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2 id="informazioni-utili">Nützliche Informationen</h2>
<h3 id="dove-si-trova">Wo ist es</h3>
<p>Der Trevi-Brunnen befindet sich auf der <strong>Piazza di Trevi</strong> entlang der Via delle Muratte in der Nähe des Quirinale.</p>
<h3 id="come-arrivare">Wie kommt man</h3>
<p><strong>Die nächste U-Bahnstation ist die Piazza di Spagna</strong> . Von hier aus geht es weiter über die Propaganda bis nach Largo del Nazareno. Überqueren Sie die Via del Tritone und nehmen Sie die Via della Stamperia. Sie finden den Trevi-Brunnen auf der rechten Seite.</p>
<p>Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, ist die nächste Haltestelle <strong>San Claudio</strong> . Die 492, 51, 52, 53, 62, 63, 71, 80, 83 fahren hier durch. Während der Nacht passieren die N12, N4 und N5.</p>
<h3 id="costi-e-orari">Kosten und Fahrpläne</h3>
<p>Der Trevi-Brunnen ist ein Denkmal auf dem öffentlichen Platz, das rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich ist.</p>
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		<title>Sixtinische Kapelle</title>
		<link>https://www.archeoroma.de/sehenswuerdigkeiten/sixtinische-kapelle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redazione ArcheoRoma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 12:37:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Senza categoria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sixtinische Kapelle gehört zu den meistbesuchten Denkmälern im Vatikan. Berühmt für Michelangelos Fresken und das außergewöhnliche Gewölbe.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sixtinische Kapelle ist ein Bauwerk des &#8222;Vatikanischen Apostolischen Palastes&#8220;, einem Gebäude mit über 1.000 Zimmern, zu dem auch die Vatikanischen Museen und die päpstliche Wohnung gehören. Obwohl dieses Gebäude eines der 18 apostolischen Paläste (auch päpstliche Paläste oder päpstliche Paläste) ist, die sich in Italien, hauptsächlich in Rom, befinden, bezieht sich dieser Name heute nur noch auf den &#8222;apostolischen Palast im Vatikan&#8220;.</p>
<h2 id="storia">Geschichte</h2>
<h3 id="preesistenza-la-cappella-magna">Präexistenz: die Magna-Kapelle</h3>
<p>Die Sixtinische Kapelle wurde aus den Überresten der Magna-Kapelle (auch Cappella Domini Pape) geboren, eines der drei Bauwerke, von denen Giannozzo Manetti 1455 in der Biographie von Papst Nikolaus V. berichtet. Die Struktur der Magna-Kapelle bestand aus selbsttragenden Wänden aus länglichen Ziegeln, die sich auf drei Ebenen entwickelten.</p>
<figure style="width: 740px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.archeoroma.it/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-palazzi-vaticani-pianta-xiii-sec-740x602.jpg" alt="" width="740" height="602" /><figcaption class="wp-caption-text">Vatikanische Paläste im 13. Jahrhundert: Cappella Magna (heute die Sixtinische Kapelle)</figcaption></figure>
<div class="multicolumn-2">
<ul>
<li>Klassenzimmer zuerst</li>
<li>Aula Secunda</li>
<li>Klassenzimmer Tertia</li>
<li>Kapelle von Niccolò V.</li>
<li>Turris Scalarum</li>
<li>Turm der Unschuld III</li>
<li>Palatius Inferius</li>
<li>Magna-Kapelle (Sixtinische Kapelle)</li>
<li>Basilika St. Peter</li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die am meisten anerkannte Hypothese ist, dass es unter <strong>Papst Innozenz III.</strong> (1161 &#8211; 16. Juli 1216) gebaut wurde. Es besteht kein Zweifel, dass der Papst, der für seine Kreuzzüge gegen die Ketzer berühmt ist, die erste Halle gebaut hat, die als Vorraum zur Magna-Kapelle dient. Dies ist in der Tat perfekt parallel zum <a href="https://www.archeoroma.de/sehenswuerdigkeiten/petersdom/">Petersdom</a> und gleichzeitig perfekt auf der Ost-West-Achse mit der zukünftigen Sixtinischen Kapelle ausgerichtet (wie aus Abb. 1 ersichtlich). Daraus lässt sich schließen, dass diese vom Papst selbst angefertigt wurden und den in einigen biografischen Dokumenten erwähnten &#8222;Raum und die Kapelle&#8220; darstellen <sup class='footnote'><a href='#marker-2946-1' id='markerref-2946-1' onclick='return footnotation_show(2946)'>1</a></sup>.</p>
<figure id="attachment_2307" aria-describedby="caption-attachment-2307" style="width: 350px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2307 size-in-article-image" src="https://www.archeoroma.it/wp-content/uploads/2020/05/etienne-duperac-cappella-magna-sistina-350x482.jpg" alt="Messa nella Cappella Magna in Vaticano (Cappella Sistina)" width="350" height="482" /><figcaption id="caption-attachment-2307" class="wp-caption-text">Fig. 2 &#8211; Messa nella Cappella Magna in Vaticano, incisione su bronzo &#8211; Étienne Dupérac (1578)</figcaption></figure>
<p>In dem Kupferstich (Abb. 2) von 1578 vertrat der französische Architekt und Maler Étienne Dupérac die Magna-Kapelle während der Messe des Papstes vor ihrem Wiederaufbau (lat. &#8222;Maiestatis pontificie dum in capella xisti sacra peragantur genaue Abgrenzung&#8220;). Der Innenraum hatte eine flache Holzdecke sowie einen Holzboden, Wandteppiche mit Blumendekor an den Wänden und ein großes Fresko hinter dem Altar, das bereits die Annahme Mariens darstellt (Anmerkung: Die dargestellten Personen sind unverhältnismäßig zur tatsächlichen Größe).</p>
<h3 id="costruzione">Konstruktion</h3>
<p>Der Bau der Sixtinischen Kapelle, wie wir sie heute kennen, wurde <strong>von Sixtus IV. In Auftrag gegeben</strong> , der 1471 zum Papst gewählt wurde. Das Projekt wurde in einem allgemeineren Kontext der Wiederherstellung der Denkmäler geboren, die während der Gefangenschaft von Avignon aufgegeben wurden.</p>
<p>Im Gegensatz zu dem, was Sixtus IV. In einer Panegyrik erklärte, wurde die Sixtinische Kapelle nicht von Grund auf neu geschaffen, sondern es wurde beschlossen, die mittelalterlichen Mauern <strong>der Magna-Kapelle</strong> , wenn auch unregelmäßig, bis zur Höhe des ersten Rahmens zu erhalten.</p>
<p>Der Abriss der Magna-Kapelle begann wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des Jahres 1475, da die neue Kapelle bereits Anfang 1476 im Bau gewesen sein muss.</p>
<p>Das Projekt von <strong>Baccio Pontelli</strong> sah eine wesentliche Verstärkung der Wände dank eines Ziegelvorhangs vor, der von <strong>Giovannino de &#8218;Dolci</strong> (beide Florentiner Architekten) ins Leben gerufen wurde.</p>
<h4>Einweihung</h4>
<p>Die erste Messe fand am 15. August 1483 anlässlich des Festes Mariä Himmelfahrt statt, bei dem die Kapelle geweiht und der Jungfrau Maria geweiht wurde.</p>
<h4>Die bildliche Dekoration</h4>
<p>Die gemalten Innendekorationsarbeiten begannen vermutlich in der zweiten Hälfte des Jahres 1481 und endeten mindestens Mitte Mai 1482. Dies geht aus der Beschreibung hervor, die uns Andreas Trapezuntius, der Privatsekretär von Papst Sixtus IV, gegeben hat, der die Kapelle als vollständig beschreibt (&#8220; omni ex parte &#8222;) bereits im Sommer 1482.</p>
<p>Die Westwand hinter dem Altar wurde von <strong>Perugino</strong> gemalt, während das mit einem Sternenhimmel geschmückte Gewölbe das Werk von <strong>Piermatteo d&#8217;Amelia war</strong> . 1481 wurden an der Nordwand vier Tafeln von <strong>Sandro Botticelli</strong> , <strong>Cosimo Rosselli</strong> und <strong>Domenico Ghirlandaio mit</strong> Fresken versehen . Anschließend wurden an der Ostwand (Wand des Eingangs von der Aula Prima) das &#8222;Testament Moses&#8220; und die &#8222;Auseinandersetzung um den Körper Moses&#8220; vom kortonesischen Maler <strong>Luca Signorelli angefertigt</strong> .</p>
<h4>Julius II. Und das neue Gewölbe</h4>
<p>Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erlitt die Sixtinische Kapelle große Schäden, wahrscheinlich aufgrund der Baustellen für den neuen <a href="/sehenswuerdigkeiten/petersdom/">Petersdom</a> , die sich hauptsächlich auf einen wichtigen Riss im Gewölbe konzentrierten. Bramante, der Architekt des Palastes, arbeitete mit einer Reihe von Metallketten und verstopfte den Riss, aber der Sternenhimmel von Piermatteo d&#8217;Amelia wurde irreparabel beschädigt.</p>
<p>Trotz der schlechten Beziehungen zwischen beiden beschloss Julius II., <strong>Michelangelo Buonarroti</strong> , der 1508 nach Rom zurückkehrte, um den Vertrag zu unterzeichnen und mit den Arbeiten zu beginnen, die Dekoration des Gewölbes anzuvertrauen .</p>
<h4>Beschädigung von Fundamenten und Fresken</h4>
<p>Die Fundamente erwiesen sich im Laufe der Jahre als ziemlich instabil, so dass am Weihnachtstag 1522 der Einsturz des Architravs der Ostmauer Papst Adrian VI. Wenig verschonte, indem er eine Schweizer Garde tötete. Bei dem Versuch, die Sixtinische Kapelle zu sichern, wurden zwei Fresken der &#8222;Geschichten von Christus und Moses&#8220;, die später von <strong>Hendrick Van de Broeck</strong> und <strong>Matteo da Lecce</strong> neu gestrichen wurden, weiter beschädigt .</p>
<h4>Das letzte Fresko und die Zensur</h4>
<p>Zwischen 1536 und 1541 wurde <strong>Michelangelo Buonarroti</strong> von Clemens VII. Für das riesige Fresko des &#8220; <strong>Jüngsten Gerichts</strong> &#8220; beauftragt. Für die Realisierung dieser Arbeit zerstörte Michelangelo 1537 während der Putzphase zwei Lünetten.</p>
<p>Dieses Werk, das an der Westwand hinter dem Altar errichtet wurde, löste wichtige Streitigkeiten zwischen dem damaligen Kardinal Carafa (später Papst Paul IV.) Und Michelangelo aus. Gegenstand des Streits war die Darstellung von Akten, die als obszön angesehen wurden. Nach dem Tod von Michelangelo (1564) wurde die &#8222;Pictura in Cappella Ap [ostoli] ca copriantur&#8220; vom Konzil von Trient verkündet, einem Gesetz, das die Nacktheit in der religiösen Kunst zensierte.</p>
<p>Daniele Ricciarelli (auch bekannt als <strong>Daniele da Volterra</strong> ) ist verantwortlich für die Vorhänge und Feigenblätter, die die Aktfiguren bedecken, eine Intervention, die 1565 durchgeführt wurde.</p>
<h2 id="descrizione">Beschreibung</h2>
<p>Die Sixtinische Kapelle ist ein Bauwerk mit einer rechteckigen Basis, die von einem abgesenkten Tonnengewölbe bedeckt ist, in dessen Schnittpunkten mit den Segeln Lünetten gebildet werden. Unter den sechs Lünetten auf jeder Seite finden wir die Bogenfenster, die einzige Lichtquelle für die Umwelt.</p>
<p>Die Außenmaße der Pflanze sind die der Magna-Kapelle geblieben, zu der die Randreihe der Ziegel hinzugefügt wird. Die Gesamtaußenmaße der Sixtinischen Kapelle sind:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Länge (Ost-West-Achse)</td>
<td style="width: 50%;">40,5 Meter</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Breite, Ostwand</td>
<td style="width: 50%;">13,78 Meter</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Breite, Westwand</td>
<td style="width: 50%;">13,11 Meter</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Höhe</td>
<td style="width: 50%;">20,70 Meter</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3 id="interni">Innere</h3>
<h4>Gewölbe der Sixtinischen Kapelle</h4>
<p>Das Gewölbe wurde zwischen 1508 und 1512 von Michelangelo Buonarroti erbaut. Es gilt als eines der größten Kunstwerke aller Zeiten. Es erzählt die &#8220; <strong>Geschichten von Jesus und Moses</strong> &#8222;, bevor dieser die &#8220; <strong>Gesetzestafeln</strong> &#8220; erhielt.</p>
<p>Angesichts der Bedeutung dieser Arbeit haben wir eine ganze Studie gewidmet, die unter folgendem Link besucht werden kann:</p>
<p><div class="related-post add-box">[action-button color=&#8220;blue&#8220; title=&#8220;Das Gewölbe der Sixtinischen Kapelle und Michelangelos berühmteste Fresken&#8220; xclass=&#8220;&#8220; button-text=&#8220;Gewölbe der Sixtinischen Kapelle&#8220; url=&#8220;/sehenswuerdigkeiten/sixtinische-kapelle/gewoelbe/&#8220; img-url=&#8220;/wp-content/uploads/sixtinische-kapelle-150&#215;150.jpg&#8220; target=&#8220;&#8220;]</div></p>
<h4>Wandfresken</h4>
<p>Die Fresken in der Sixtinischen Kapelle folgen dem Rhythmus der Fenster, die den Raum markieren. Es ist möglich, die Fresken in drei verschiedene Register zu unterteilen:</p>
<ul>
<li>Unten: falsche Vorhänge, auf denen <strong>Raphaels</strong> Wandteppiche angebracht waren</li>
<li>Mittelstufe: „Geschichten von Moses und Aaron an der Südwand,„ Geschichten von Jesus “an der Nordwand</li>
<li>Obere Seitenwände der Fensternischen: Figuren der ersten Päpste</li>
<li>Obermaterial, Lünetten: Fresken von Michelangelo</li>
</ul>
<h5>Westwand (Altar)</h5>
<ul>
<li><strong>Jüngstes Gericht</strong> (1536-1541), Michelangelo</li>
<li>&#8222;Geburt und Entdeckung von Moses&#8220;, Perugino (zerstört)</li>
<li>&#8222;Himmelfahrt mit kniendem Sixtus IV&#8220;, Perugino (zerstört)</li>
<li>&#8222;Geburt Christi&#8220;, Perugino (zerstört)</li>
</ul>
<h5>Südwand</h5>
<ul>
<li>&#8222;Abreise Moses nach Ägypten&#8220;, Pietro Perugino und Helfer</li>
<li>Zeugnisse von Moses, Sandro Botticelli und Werkstatt</li>
<li>&#8222;Passage des Roten Meeres&#8220;, Cosimo Rosselli oder Domenico Ghirlandaio oder Biagio von Antonio Tucci</li>
<li>&#8222;Abstieg vom Berg Sinai&#8220;, Cosimo Rosselli und Piero di Cosimo (attr.)</li>
<li>&#8222;Bestrafung der Rebellen&#8220;, Sandro Botticelli</li>
<li>&#8222;Testament und Tod Moses&#8220;, Luca Signorelli und Bartolomeo della Gatta</li>
</ul>
<h5>Ostwand</h5>
<ul>
<li>&#8222;Auferstehung Christi&#8220;, Hendrik van den Broeck (1572) nach einem Original von Domenico Ghirlandaio</li>
<li>Streit um den Körper Moses “, Matteo da Lecce (1574), basierend auf einem Original von Luca Signorelli</li>
</ul>
<h5>Nordwand</h5>
<ul>
<li>Taufe Christi “, Pietro Perugino und Helfer</li>
<li>Versuchungen Christi “, Sandro Botticelli</li>
<li>Berufung der ersten Apostel “, Domenico Ghirlandaio</li>
<li>&#8222;Bergpredigt&#8220;, Cosimo Rosselli (attr.)</li>
<li>&#8222;Lieferung der Schlüssel&#8220;, Pietro Perugino</li>
<li>&#8222;Letztes Abendmahl&#8220;, Cosimo Rosselli</li>
</ul>
<h4>Porträts der Päpste</h4>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2401 size-in-article-full-size" src="https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-604x492.jpg" sizes="auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px" srcset="https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-604x492.jpg 604w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-300x244.jpg 300w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-1024x834.jpg 1024w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-768x625.jpg 768w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-350x285.jpg 350w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri-648x528.jpg 648w, https://d9k3q4j9.stackpathcdn.com/wp-content/uploads/2020/05/cappella-sistina-ritratti-pontefici-papi-martiri.jpg 1180w" alt="Fresken in der Sixtinischen Kapelle: Porträts der Päpste (Päpste Märtyrer)" width="604" height="492" /></p>
<div class="multicolumn-2">
<ul>
<li>S. Clemente</li>
<li>S. Evaristo</li>
<li>S. Sixtus I.</li>
<li>S. Iginio</li>
<li>S. Aniceto</li>
<li>S. Eleuterio</li>
<li>S. Zefirino</li>
<li>S. Urbano I.</li>
<li>S. Antero</li>
<li>S. Cornelio</li>
<li>St. Stephen I.</li>
<li>S. Dionisio</li>
<li>S. Anacleto</li>
<li>S. Alexander I.</li>
<li>S. Telesforo</li>
<li>St. Pius I.</li>
<li>S. Sotero</li>
<li>S. Vittorio I.</li>
<li>S. Callisto</li>
<li>S. Pontiano</li>
<li>S. Fabiano</li>
<li>S. Lucio I.</li>
<li>S. Sixtus II</li>
<li>S. Felice I.</li>
<li>S. Caio</li>
<li>S. Marcellino</li>
<li>S. Marcello</li>
<li>S. Euticiano</li>
</ul>
</div>
<h4>Hürde</h4>
<p>Die Umgebung der Sixtinischen Kapelle ist auf der Ost-West-Achse durch eine Marmorsperre von <strong>Mino da Fiesole</strong> , <strong>Andrea Bregno</strong> und <strong>Giovanni Dalmata getrennt</strong> . Diese Struktur ermöglicht die räumliche Trennung des für religiöse Zwecke bestimmten Gebiets (&#8222;Sancta Sanctorum&#8220;) von dem für die Gläubigen bestimmten. Im Laufe der Jahre hat sich die Position geändert: Während sie sich früher in der Mitte des Raumes befand, auf dem Höhepunkt der &#8222;Erschaffung von Eva&#8220;, befindet sie sich heute in einer rückständigeren Position, um den päpstlichen Funktionen mehr Raum zu geben.</p>
<p>Die tragende Basis der Transenna ist fein mit Marmorflachreliefs verziert, wobei das päpstliche Wappen von Sixtus IV unterschieden werden kann, das von Engeln getragen wird, während Säulen, die mit Metallnetzen durchsetzt sind, den Architrav tragen. In der Mitte der Durchgang zum „Sancta Sanctorum“.</p>
<h4>Die Wandteppiche</h4>
<p>Während der religiösen Feierlichkeiten wurde die erste Ebene der Wände der Sixtinischen Kapelle von einer Reihe von Wandteppichen bedeckt, die von Papst Leo X. in Auftrag gegeben wurden und von Raphael entworfen und von flämischen Künstlern in der Werkstatt des berühmten Wandteppichherstellers <strong>Pieter van Aelst</strong> zwischen 1515 und 1521 hergestellt wurden .</p>
<p>Diese fünf Meter breiten und vier Meter hohen Wandteppiche reproduzieren Geschichten aus den Evangelien und aus den &#8220; <strong>Apostelakten</strong> &#8220; über St. Peter und St. Paul. Heute befinden sich die Wandteppiche in der Pinakothek des Vatikans, genauer gesagt in Raum VIII (&#8222;Raffaellos Raum&#8220;).</p>
<p>Im Februar 2020, anlässlich des fünften Todestages von Raphael, wurden die Wandteppiche an ihrem ursprünglichen Ort wieder angebracht und bei Besuchen in der Sixtinischen Kapelle für kurze Zeit von der Öffentlichkeit bewundert.</p>
<div class='footnotes' id='footnotes-2946'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='marker-2946-1'> &#8222;Hospitals and Urbanism in Rome, 1200-1500&#8220;, Carla Keyvanian &#8211;  <a href="https://books.google.ee/books?id=JOUPCwAAQBAJ&amp;lpg=PA427&amp;ots=DPnxapvhXc&amp;dq=nord%20o%20sud%3F%20note%20per%20la%20storia%20del%20medievale%20palatium%20apostolicum%20apud&amp;pg=PA102#v=onepage&amp;q=magna&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link</a> <span class='returnkey'><a href='#markerref-2946-1'>&#8629;</a></span></li>
</ol>
</div>
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